Ein kleiner Einblick…

Was vermutlich bei all den Beiträgen über Urlaube, Ausflüge, besondere Ereignisse und den Arbeitsalltag etwas zu kurz gekommen ist, ist ein Einblick in unseren Lebensstil.

Seit nun mehr als zehn Monaten leben wir in unserer Hütte im Nqileni Village. Das Haus wurde einst aus Lehmquadern gebaut. Diese werden aus dem lehmreichen Boden ausgestochen und später mit Kuhdung verkleidet.

Das Haus erhält anschließend eine Lehmfassade und wird in den ausgefallensten Farben bemalt. Der Boden in unserem Haus besteht ebenfalls aus Kuhdung. Das ist eigentlich ganz angenehm, leider nutzt sich dieser mit der Zeit etwas ab, sodass der Boden alle zwei Monate eine weitere Schicht Kuhdung erhalten muss. Das übernimmt unsere Nachbarin Nonezile.

Auf unserem Dach befinden sich zwei kleine Solarzellen, die genug Energie für einige Glühbirnen im Haus liefern. Und da hier meist die Sonne scheint, saßen wir noch nie im Dunkeln. Für einen Stromanschluss, um beispielsweise Handys zu laden, reicht es allerdings nicht. Das müssen wir in der Bulungula Lodge, am Fuße des Hügels, oder dem Bulungula Incubator erledigen.

Fast täglich füllen wir eine kleine Wassertonne im Haus mit dem Wasser aus der hauseigenen Regentonne, die wiederum vom Dach gespeist wird, auf. Dieses nutzen wir dann zum Händewaschen, Zähneputzen, Kochen, für den Abwasch und als Trinkwasser.

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Ganz rechts ist die Regentonne zu sehen…

Zudem haben wir einen Gasherd im Haus. Wir müssen also nicht wie die meisten unserer Nachbarn Feuerholz zusammentragen, um zu kochen oder Tee aufzusetzen.

Ungewohnten Luxus genießen wir nun seit zwei Wochen in zweierlei Hinsicht. Wir haben uns eine Kühlbox gekauft, so können wir zumindest ein wenig Milch und Joghurt bei uns lagern. Der Rest ist im Kühlschrank des Incubators untergebracht. Eine Toilette etwa zwanzig Meter von Haus entfernt ist die zweite Neuerung. Sie wurde gerade erst fertiggestellt. Zuvor mussten wir die 400 Meter zur Bulungula Lodge auf uns nehmen.

Auf keinen Fall darf ein eigenes Tier in der ehemaligen Transkei fehlen. Nicht zu Unrecht werden Kuh, Schaf, Schwein, Huhn und Ziege als die „Transkei Big Five“ bezeichnet, man sieht sie wirklich überall. Als die Sau unserer Nachbarsfamilie im März warf, nutzten wir die Gelegenheit und erwarben ein Ferkel für 100 Rand (etwa 6 Euro). In den folgenden Wochen taten wir einiges dafür, dass es sich an uns gewöhnt. Wir fütterten es (mehr als ausreichend) und es erhielt die eine oder andere Streicheleinheit. Das hat sich scheinbar gelohnt, denn wenn wir nun am Nachmittag von der Arbeit kommen, begrüßt es uns wie ein Hund und wartet darauf, gefüttert zu werden.

Und zum Schluss noch ein wenig zum neidisch werden. Ein ganz normaler Tag hier beginnt mit dem Klingeln des Weckers, das frühe Aufstehen fällt mir zwar nicht leicht, doch es lohnt sich. Während der morgendlichen Sporteinheit am Strand geht nämlich gegen 7 Uhr die Sonne über dem Meer auf. Die ganze Umgebung ist dann in orangenes Licht getaucht und die Sonne gleicht einem Feuerball. Nach einer Abkühlung im Meer bleibt dann noch genug Zeit, vor dem Frühstück auf den Delphinschwarm zu warten, der fast jeden Morgen die Bucht von Bulungula durchquert.

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Si hamba eBhayi – auf nach Port Elizabeth!

In der Region um Bulungula leben rund 80 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Port Elizabeth dagegen ist mit 1,2 Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt Südafrikas. Wie muss es sich wohl anfühlen, wenn dieser Kontrast zu einem Wochenendausflug wird? Zehn unserer Sechstklässler durften es Anfang März herausfinden.

Anlass für diesen Trip war die alljährliche Continental Handball Clinic. Der ASC Göttingen pflegt seit einigen Jahren Kontakt zu der Continental AG, die aufgrund ihres Standortes in Port Elizabeth dort zahlreiche Schulen unterstützt. Besonders die Sportart Handball, die in Südafrika vor wenigen Jahren noch gänzlich unbekannt war, fördert Continental nun.

Jedes Jahr wird daher ein Handball Trainingscamp gesponsert, bei dem Teams aller Einsatzstellen des ASC Göttingen teilnehmen. Da sich der Transport von Bulungula aus zugegebenermaßen nicht ganz so einfach gestaltet und daher auch recht teuer ist, ließ man das Team aus Bulungula in den letzten Jahren außen vor.

Nicht so dieses Jahr. Auch wir wurden eingeladen mit einem Team anzureisen. Fahrtkosten, Verpflegung vor Ort und die Unterkunft übernimmt Continental. Mit dieser guten Nachricht im Gepäck machten wir uns direkt an die Zusammenstellung des Teams.

Mit Klasse 6 hatten wir schnell einige potentielle Kandidaten gefunden. Die gesamte Klasse ist super sportlich, und da einige schon ein wenig Englisch sprechen, albern wir während des Sportunterrichts viel herum. Wir begannen also bald, Handball in den Sportunterricht zu integrieren… und Grade 6 gefiel die neue Sportart! Wie schon damals beim Trip nach Coffee Bay mit Klasse 4 stand uns nun die unangenehme Aufgabe bevor, zehn aus den über 40 Schülern auszuwählen, die diese einmalige Chance wahrnehmen dürften. Wieder sollten die Schüler den Satz „Ich wollte immer schon nach Port Elizabeth, weil…“ vervollständigen. Diesmal allerdings nicht auf Xhosa, sondern Englisch. Auch das sportliche Engagement hatten wir natürlich im Hinterkopf.

Während etwa die Hälfte der Schüler schrieb „…, weil ich noch nie dort war.“, waren andere sehr einfallsreich. „…, weil ich einmal erleben will, wie es ist, in den Urlaub zu fahren.“, „…, weil ich allen berichten möchte, wie es in einer großen Stadt zu sich geht. Ich bin auf das Stadion und den Strand gespannt.“ und „…, weil ich in einem Hotel übernachten möchte, mit Betten und vielen Zimmern und ganz vielen anderen Kindern.“ waren einige Ideen.

Die zehn auserwählten waren dementsprechend überglücklich, der Rest der Klasse brach nicht in Tränen aus, sondern feierte die Mitschüler wie Weltmeister. Es wurde gejubelt, gesungen und umarmt.

Die Anreise war ebenfalls schnell organisiert. Vom Ausflug nach Coffee Bay hatten wir noch die Kontaktdaten von einem Taxiunternehmen, die auch solche Trips übernehmen. Das Großraumtaxi sollte uns wieder zur Verfügung stehen. Die Nachricht von dem Turnier in P.E. hatte sich natürlich wieder rasend schnell herumgesprochen, unzählige Male wurde wir gefragt „Wann fahren wir nach P.E.?“

Da Unterkunft und Programm von den Freiwilligen vor Ort organisiert werden würden, konnten wir uns nun voll auf das Training konzentrieren. Die zehn machten erstaunlich schnell Fortschritte und vor allem die fünf Mädchen wirkten als hätten sie schon Jahre im Verein gespielt.

Am 4. März trafen wir uns um 8 Uhr vor der Schule, alle selbstverständlich herausgeputzt, aufgeregt und überpünktlich… der Taxifahrer diesmal glücklicherweise auch, denn uns stand eine lange Fahrt bevor. Über 500 Kilometer trennten uns von P.E..

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Die Stimmung war super und wurde noch besser als wir einen Zwischenstopp in East London machten. Zuerst führte uns die Autobahn durch eines der Villenviertel, alle waren absolut sprachlos und auch etwas überfordert mit all dem Verkehr und der Hektik der Großstadt. Wir hielten bei Wimpy, einem American Diner, und es gab ein halbes Hähnchen, Pommes und Cola für jeden. Das Restaurant liegt direkt an der Beachfront mit Blick auf den Hafen. Zahlreiche Schiffe waren also in Sichtweite und wurden großäugig bestaunt.

Als wir schließlich P.E. erreichten war es bereits dunkel und die beleuchtete Großstadt in der Ferne machte alle wieder wach. Es waren ganze zwölf Stunden vergangen seit wir in Bulungula aufgebrochen waren. So trafen wir als letzte ein, waren aber gerade pünktlich zum Abendessen, das gemeinsam mit den sechzig anderen Kids im Speisesaal stattfand. Anschließend wurden die Zimmer bezogen. Es gab einen großen Raum für die fünf Mädchen und daneben einen für die Jungs. Die Hochbetten waren schnell besetzt und die einfache Jugendherberge war Luxus pur.

Am nächsten Morgen ging es trotz nächtlicher Pyjamaparty früh los. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zu einem Hockeyplatz in der Nähe der Jugendherberge, wo der erste Teil des Tages, das Handballtraining, stattfand. Diese Einheit wurde von den Port Elizabeth Vikings, dem amtierenden südafrikanischen Handballmeister, durchgeführt. In kleinen gemischten Gruppen ging es von Station zu Station. Von Torwurf über Krafttraining bis Dribbeltechnik war alles dabei.

Auch unsere Zehn hatte großen Spaß, auch wenn sie sichtlich von all den neuen Eindrücken überwältigt waren. Das erste Mal auf einem Sportplatz, der keine 10% Gefälle hat, und noch dazu auf einem Kunstrasenplatz, all die anderen Kinder, die größtenteils bereits sehr gut Englisch sprachen, der Blick auf Hochhäuser und neuartige Gebäude, der Großstadtlärm, der an die Stelle von Hundegebell und Meeresrauschen trat. Die Konzentration galt neben Handball an diesem Tag unzähligen Dingen, die für die anderen Kinder ganz alltäglich waren. So war es kaum verwunderlich, dass die Kids aus Bulungula stets etwas zurückhaltender waren als der Rest und gelegentlich einfach schweigend dastanden und staunten.

Den zweiten Teil des Tages stellte das Turnier dar. Die Sporthalle lag in einem Township, somit war die Fahrt dorthin auch voller Impressionen. Die städtische Armut, von Blechhütten, Müll, Enge und Lärm geprägt, war ebenfalls etwas ganz neues.

Zunächst sahen die Kids den P.E.Vikings gespannt beim Handball spielen zu, bevor sie selbst an der Reihe waren. Gegner in unserem Spiel war das Team aus Jeffreys Bay. Mit einem 1:1 waren am Ende alle sehr zufrieden. Unsere Kids hatten an diesem Tag viel gelernt und gesehen, so kehrten wir später glücklich aber hundemüde ins Youth Hostel zurück.

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns am nächsten Morgen bereits um 8 Uhr auf den Heimweg. Gestärkt wurde sich auf der Fahrt bei Kentucky Fried Chicken.

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Gegen Abend erreichten wir schließlich wieder den vertrauten Xhora Mouth District fernab von geteerter Straße, Kunstrasen und Fast Food Restaurants.

Wie bereits der Ausflug mit Klasse 4 nach Coffee Bay war auch das Wochenende mit Klasse 6 ein großer Erfolg. Zwar war die Dichte an neuen Eindrücken sehr hoch für die zehn Kids, doch Port Elizabeth hat definitiv neue Sichtweisen ermöglicht. Auch sind sie als Gruppe zusammengewachsen und wir verstehen uns super. Ich freue mich schon auf den nächsten Kurztrips mit Kindern aus Bulungula!

Veränderungen im Alltag

Mitte Februar mussten wir uns von Sue Rosie und Pat Kelly verabschieden. Beide hatten ein Jahr für den Bulungula Incubator gearbeitet und wichtige Aufgaben im Management übernommen. Neben hervorragenden Chefs waren sie auch gute Freunde, die stets ein offenes Ohr für Fragen und Probleme hatten.

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Rejane Woodroffe, die Gründerin dieser beeindruckenden Organisation, ist hingegen von ihrer einjährigen Weltreise zurückgekehrt. Die Zusammenarbeit mit ihr war vom ersten Tag an sehr interessant, da sie auch beim Reisen viel Zeit damit verbracht hat, tolle Ideen zu entwickeln, um die Region voranzubringen.

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Für mich hat sich eine neue Aufgabe ergeben: die Website des Incubators aktualisieren. Wer interessiert ist kann HIER gerne mal bestaunen, was der Bulungula Incubator leistet.

Außerdem haben Moritz und ich begonnen an einer zweiten Schule Sportunterricht zu etablieren. Die No-Ofisi Primary School ist derweil in einem erschreckenden Zustand, da sich die neuen Schulgebäude noch im Bau befinden. Den acht Schulklassen stehen lediglich drei Klassenräume zur Verfügung. Um den Schulalltag dort etwas abwechslungsreicher zu gestalten, haben wir einmal wöchentlich Seilspringen, Fußball, Netball, Frisbee und andere Aktivitäten angeboten. Das wollen wir jetzt weiter intensivieren.

Schach

Der Bulungula Incubator hat vor einer Weile eine Sachspende besonderer Art erhalten: drei Schachspiele aus Glas. Und da Schach für die Vorschüler natürlich noch eine Nummer zu groß ist, haben wir uns entschieden, Schach in das Nachmittagsprogramm einzubinden.

Täglich kommen Schüler der benachbarten No-Ofisi Primary School nach der Schule in den Incubator, um dort in der kleinen Bücherei zu lesen, Lego zu bauen oder Gesellschaftsspiele zu spielen. Unter ihnen sind auch Fünftklässler.

Da allerdings niemand hier in seinem Leben schon einmal Schach gespielt hat, habe ich vor einigen Wochen begonnen, Esethu, einer Vorschullehrerin und der Betreuerin des Nachmittagsprogramms, Unterricht zu geben. Sie ist sehr interessiert und lernt ziemlich schnell, weshalb sie schon bald beginnen kann, ihr Wissen an die Fünftklässler weiterzugeben. Es wäre schön, wenn sich Schach hier etabliert!

Mit Klasse 4 on Tour!

Mitte Februar war es endlich soweit, der erste Ausflug mit einigen Schülern stand vor der Tür. Bereits im Dezember war die Idee aufgekommen, ein Sportturnier in Coffee Bay zu organisieren.

Coffee Bay ist mit dem Auto nur etwa drei Stunden von Bulungula entfernt und ist als eine der Touristenhochburgen der ehemaligen Transkei bekannt. Daher ist die Infrastruktur trotz ländlicher Umgebung weit entwickelt. Hostels, Bars, Surfschulen, Restaurants und vieles mehr machen den Unterschied zu Bulungula aus. Das Potential, für die Kids ein prägendes Erlebnis zu werden, war also da.

Gemeinsam mit den vier Coffee Bay Freiwilligen Lea, Bella, Noah und Elias hatten wir uns dazu entschlossen, ein Fußball- und Netballturnier zu veranstalten, an dem die vierten Klassen unserer drei Schulen teilnehmen sollten.

Eine Menge an Vorbereitung lag nun vor uns.

Zunächst hatten wir die undankbare Aufgabe, zwölf aus den etwa 50 Viertklässlern auszuwählen, die uns begleiten würden. Da der Großteil der Klasse mit viel Begeisterung am Sportunterricht teilnimmt, mussten wir uns also ein objektives Auswahlverfahren überlegen. Wir entschlossen uns für eine Art Motivationsschreiben. Die Schüler sollten den Satz „Ich wollte schon immer mal nach Coffee Bay, weil…“ (natürlich auf isiXhosa) vervollständigen. Viele waren weniger kreativ, so hieß es oft „…weil ich noch nie dort war.“. Andere hingegen schrieben „…weil ich Netball/Fußball liebe und unbedingt mit den Schülern aus Coffee Bay spielen möchte.“, „…weil es dort sooo viel zu sehen gibt: den Strand, tolle Sportplätze und Geschäfte.“ oder „…weil ich noch nie zuvor von zuhause weg war und allen erzählen möchte, wie schön das sein kann.“. Die zwölf Auserwählten waren natürlich überglücklich und verbreiteten die frohe Botschaft. Beinahe von der gesamten Schule musste wir uns an jenem Tag „I want to go to Coffee Bay“ anhören.

In Absprache setzten wir den 15. Februar als Turniertag fest und wollten anschließend noch eine Nacht in Coffee Bay verbringen. Ein solcher Ausflug erfordert natürlich auch die Zustimmung der Eltern. Wir verteilten also Elternbriefe und erhielten glücklicherweise ohne Ausnahme deren Zustimmung.

Außerdem galt es noch ein Großraumtaxi zu arrangieren. Dabei half uns eine der Lehrerinnen.

Zuletzt mussten wir noch eine Unterkunft für die Nacht organisieren. Uns war natürlich klar, dass wir nicht die angenehmsten Gäste werden würden neben all den Rucksacktouristen. Doch das Coffee Shack, das beliebteste Backpackers in Coffee Bay, antwortete sofort auf unsere Anfrage.

Um 8 Uhr morgens am Montag, dem 15. Februar, sollte es losgehen. Als wir an der Schule eintrafen, waren die Kids natürlich schon dort… schick gekleidet, aufgeregt und voller Vorfreude!

Die Stimmung im Taxi war dementsprechend super. Nach zwei Stunden hielten wir für eine kleine Stärkung in einem Supermarkt und statteten uns mit zahlreichen Snacks für das Turnier aus.

Als wir auf dem Sportplatz eintrafen, warteten die Teams von Lea, Bella, Elias und Noah schon auf den Anpfiff. Die vier hatten zuvor einen Spielplan erstellt. Bella und Elias machten die Schiedsrichter, während der Rest fleißig coachte und anfeuerte. Auch wurden einige Zuschauer angelockt.

Spaß stand natürlich im Mittelpunkt des Tages, und dass alle viel Spaß hatten, war offensichtlich. Leider wurde das Turnier bald von einem Gewitter unterbrochen. Da unsere sechs Mädchen zu diesem Zeitpunkt beide Netballspiele gewonnen, während die Jungen in beiden Fußballspielen unentschieden gespielt hatten, war die Freude trotzdem groß. Singend liefen wir durch den Regen zurück zum Hostel.

Dort war alles neu und aufregend. Selbst die Außentreppe zu der Etage, auf der unsere drei Zimmer lagen, war anfangs ein Abenteuer, da die Kids in ihrem Leben noch keine benutzt hatten. Also führten wir sie zunächst an der Hand hoch.

Oben angekommen waren sie überwältigt. Jeder hatte tatsächlich ein Bett für sich, es gab sogar Hochbetten. Für diese Nacht musste keiner von ihnen auf dünnen Bastmatten schlafen.

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Das anschließende Duschen war definitiv eines der Highlights des Ausflugs für alle (auch uns!). Niemand hatte zuvor warm geduscht in seinem Leben. Zu sehen, wie sie also das erste Mal den Hahn für heißes Wasser aufdrehten, laut „Das müsst ihr sehen!!!“ riefen und alle in eine Duschkabine stürmten, war ohne Frage DER MOMENT meines Freiwilligendienstes bisher.

Anschließend standen noch ein ausgiebiges Abendessen und eine Billardpartie auf dem Programm.

Beim ins Bett bringen fühlten wir uns ein wenig wie Lehrer auf einer Klassenfahrt.

Um 5 Uhr morgens waren natürlich schon alle auf den Beinen und wollten zu gerne direkt noch einmal duschen gehen. Zuvor machten wir noch einen Ausflug an den Strand, spielten dort Fußball und gingen baden.

Gegen 13 Uhr wurden wir dann vom Taxi abgeholt, hielten auf dem Rückweg noch bei einem Burgerrestaurant und erreichten nachmittags Bulungula. Die vielen neuen Erfahrungen hatten Eindruck hinterlassen. Überglücklich aber todmüde verabschiedeten sich die zwölf von uns.

Die Kinder bei all diesen gänzlich neuen Erfahrungen begleitet zu haben, war ein großes Privileg, das ich allen verdanke, die mich im Vorfeld meines Auslandsjahres großzügig unterstützt haben. Vielen Dank!

Ein großer Dank gilt auch der Entwicklungshilfe-AG des Gymnasiums Walsrode. Sie hatten durch zahlreiche Aktionen wie Punschverkauf in der Weihnachtszeit Geld gesammelt und somit die tollen roten Trikots und schwarzen Sporthosen, die wir einige Wochen zuvor gekauft hatten, ermöglicht. Vielleicht einer der Gründe unseres Erfolgs 😉

 

3,2,1… Bungee!!!

Am Nachmittag des 04. Januars stand ich dann alleine am Flughafen in East London. Da die Sommerferien noch weitere zehn Tage andauerten, beschloss ich, noch nicht nach Bulungula zurückzukehren, sondern wieder zu der Gruppe zurückzukehren, mit der ich vor der Ankunft meiner Familie gereist war. Sie befanden sich gerade in Jeffreys Bay, „Surfers Paradise“ Südafrikas, auch eine Einsatzstelle des ASC Göttingen. Also stieg ich kurzerhand in einen Mietwagen und fuhr noch am selben Tag nach Jeffreys Bay.

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Der sonst recht ruhige Küstenort verwandelt sich von November bis Januar in eine Touristenhochburg. Die Ferienhaussiedlungen sind belebt und in den Surfshops ist einiges los. Durch diesen alljährlichen Ansturm ist die Infrastruktur Jeffreys Bay sehr weit entwickelt. Griechische und italienische Restaurants, Hotels, Ferienhäuser und Hostels, Malls, Surfshops und zahlreiche Bars prägen die Strandpromenade.

Surfen gehörte in den folgenden Tagen selbstverständlich zu unserer Hauptaktivität. Daneben hatten wir jedoch noch etwas anderes geplant. Im Tsitsikamma Nationalpark, eine Stunde südlich von Jeffreys Bay, liegt der Bloukrans River, zu beiden Seiten gesäumt von steilen Klippen. Darüber führt die Bloukrans Bridge, die mit ihren 216 Metern bis zum Fluss die höchste Brücke Afrikas ist. Das Besondere an dieser Brücke ist allerdings nicht der atemberaubende Ausblick. Dort findet der höchste Bungee Jump der Welt von einer Brücke statt. Und wir wollten uns dieses Abenteuer auf keinen Fall entgehen lassen.

Bereits der Weg zur Plattform unter der Fahrbahn der Nationalstraße N2, von wo aus der Sprung erfolgt, war ein Nervenkitzel für sich. Auf einem Gitter laufend, das an einen Grillrost erinnert, sieht man unter sich das Tal immer und immer tiefer werden. Hat man schließlich die Plattform erreicht, steht dann noch die nervenzehrende Warterei bevor, bis es letztendlich losgeht. Man sieht wie andere Waghalsige mit dem Gummiseil verknüpft werden und sich dann in 216 Meter Tiefe stürzen. Die Aufregung stieg dementsprechend rasant an.

Schließlich war ich an der Reihe. Bei solchen Dingen bin ich in der Regel ziemlich schmerzlos, auch wenn ich etwas derartiges noch nie zuvor gemacht hatte. Also war auch bis kurz vor meinem Sprung noch recht entspannt und sehr, sehr vorfreudig.

Doch als das „3,2,1… Bungee!!!“ ertönte und ich den Sprung in die Tiefe machte, war das alles vergessen. Es raubte mir die Worte und jegliche Fähigkeit, klar zu denken. Von einem Schrei begleitet schoss ich mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 4 Sekunden in die Tiefe.

Diese Erfahrung war einmalig und das Glücksgefühl, das den ganzen Körper durchströmt, wenn man noch einige Male auf und ab schwingt, hielt noch laaaange an.

Familienurlaub

Als Deutscher unterschätzt man die Entfernungen hier schnell mal. Mit dem deutschen Maßstab sieht beispielsweise die Distanz zwischen Durban und Johannesburg wie ein Katzensprung aus. Von Johannesburg trennten mich allerdings noch acht Stunden Busfahrt. Das Fernbusnetz Südafrikas ist hervorragend, also ist dies häufig die günstigste und einfachste Art zu reisen.

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Gegen 20 Uhr ließ ich also am 20. Dezember Durban hinter mir und erreichte um 6 Uhr morgens Johannesburg. Der Trubel war bereits um diese Uhrzeit groß und ich kämpfte mich zum Flughafen durch, um dort meine Familie und meine Freundin in Empfang zu nehmen. Sie landeten um 8 Uhr. Ich hatte zuvor allen bis auf meinem Vater gesagt, ich würde direkt ins Hotel kommen. Die Überraschung war gelungen, denn allen fehlten ein wenig die Worte. Ob das nun nur an meiner Anwesenheit lag oder auch an der Tatsache, dass meine Haare zu diesem Zeitpunkt seit vier Monaten zugegebenermaßen etwas unkontrolliert wuchsen, bleibt offen. Ich war jedenfalls sehr, sehr glücklich, die fünf wiederzusehen. Die erste Nacht verbrachten wir noch in Johannesburg. Nachmittags blieb noch Zeit, durch eine Mall zu bummeln. Das Abendessen im Hotel bot dann die Gelegenheit, sich mal wieder richtig zu unterhalten, fernab von Skype und WhatsApp. Endlich mal wieder mit der Familie zusammen zu sitzen, war ein sehr gutes Gefühl.

Sie waren auch mit einigen nachträglichen Geburtstagsgeschenken im Gepäck angereist: viele Bücher, etliche Fotos und einige Leckereien.

Am 22. Dezember begann dann unsere fünftägige Rundreise, in deren Mittelpunkt die reiche Tierwelt Südafrikas stehen sollte. Von Johannesburg ging es mit einem Reiseführer, der, wie wir schnell bemerkten, über ein erstaunliches Wissen über Südafrikas Geologie und Geschichte verfügte, in östliche Richtung. Der Großstadtdschungel war schnell weiten Graslandschaften und trockener Steppe gewichen.

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Am frühen Nachmittag erreichten wir unser erstes Tagesziel, das Moditlo Private Game Reserve westlich des Krüger National Parks. Die Lodge war fantastisch. Ein Pool, eine Brücke zu den Appartements über ein ausgetrocknetes Flussbett, in dem sich zahlreiche Antilopen sammelten und eine erstaunliche Anlage machten es schwierig zu glauben, dass man wenige Stunden zuvor noch in einer Millionenmetropole gewesen war.

Es blieb gerade einmal Zeit, sich umzusehen und reichlich Insektenschutzspray aufzutragen, bevor die erste Safari im offenen Geländewagen begann.

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Unsere Guides Diff und Bennett fuhren uns gekonnt durch das Labyrinth kleiner Schotterwege des riesigen Reservats. In nächster Nähe zum Auto sah man Impalas und Nyalas (Antilopenarten), Kudus, Wasserböcke, Zebras, Giraffen, Paviane, Warzenschweine, Mangusten und sogar Löwen in größerer Entfernung. Kurz bevor wir uns auf den Rückweg machen wollten, entdeckte Bennett sogar ein Brüderpaar Geparden. Da sie zuvor am Tag Erfolg bei der Jagd gehabt hatten, waren sie nun satt und erschöpft. Uns ermöglichte das, den Geländewagen zu verlassen und uns den Geparden auf wenige Meter zu nähern. In Verbindung mit der untergehenden Sonne war das ein großartiger Moment. Ein anschließendes Picknick mit einem Glas Rotwein rundete die erste Pirschfahrt ab.

Später am Abend gab es dann noch hervorragendes Fleisch vom Grill, während alle Gäste im Kreis um ein Feuer saßen.

Das Tierreich des Reservats hatte nicht allzu lange Ruhe vor uns, denn am nächsten Morgen um 5:30 Uhr fand die nächste Beobachtungsfahrt statt. Diesmal bekamen wir Ducker und Impalas, Warzenschweine, Kudus, Zebras, Mangusten, Giraffen und die ersten Breitmaulnashörner zu Gesicht. Wir wunderten uns zunächst über deren gestutzte Hörner. Dies dient dem Schutz vor Wilderei, die auch heute noch im und um den Krüger National Park ein Problem ist.

Nach dem Frühstück ging es weiter nach Sabie, ebenfalls westlich des Krügers gelegen. Auf dem Weg lag der Blyde River Canyon, den wir vom Aussichtspunkt aus bestaunen konnten. Ich hatte mir den Nordosten Südafrikas ganz anders vorgestellt, trockene Savanne soweit das Auge reicht. Doch die Hochebene ist weitaus facettenreicher. Gebirgskämme, Flüsse und Täler, bewaldete Hügel und Grasland prägen die Landschaft gleichermaßen. Der Blyde River Canyon ist nur ein Beispiel dafür.

Schließlich erreichten wir die Lone Creek River Lodge in Sabie. Sie war zwar außerhalb jener Reservate, doch sehr schön an einem Fluss gelegen, ruhig und idyllisch.

Am Morgen des 24. Dezembers gelangten wir nach zweistündiger Fahrt gegen 7 Uhr eines der westlichen Tore zum berühmten Krüger National Park, der mit seinen 20.000 km² zu den größten Wildschutzgebieten Afrikas gehört und 147 Säugetierarten, 507 Vogelarten, 114 Reptilienarten und 34 Amphibienarten beherbergt. Aufgrund seiner Größe beschränkten wir uns an diesem Tag auf den südlichen Teil des Parks. Die Infrastruktur dort ist mittlerweile erstaunlich gut. Es gibt einige Camps mit Restaurants und Cafés und sogar die ein oder andere geteerte „Hauptverkehrsstraße“. Gerhardt, unser Guide, der uns nun schon zwei Tage begleitete, kannte auch sämtliche Schleichwege und Schotterwege. Doch diese Kenntnis bringt einem leider auch nicht allzu viel, wenn man nicht vom Glück verfolgt wird. Wir schienen allerdings einen guten Tag erwischt zu haben. Das Thermometer zeigte zur Mittagszeit 43 Grad an und viele Parkbewohner waren an den Flüssen und Wasserstellen zu finden. Wahnsinnig viele Elefanten kreuzten unseren Weg, zwei Bullen kämpfen wenige Meter vor uns, Kälber versuchten mit ihren Müttern Schritt zu halten und Jungtiere spielten Fangen. Neben Giraffen, Zebras, Impalas, Kudus und Gnus entdeckten wir in einem ausgetrockneten Flussbett sogar ein Rudel der extrem seltenen Wildhunde. 1997 wurde ihr Bestand in ganz Afrika auf 3000-5500 Tiere geschätzt, im Krüger soll man heute nur noch 115 von ihnen finden.

Gegen 13 Uhr verließen wir den Krüger National Park schließlich wieder am südlichen Malelane Gate. Unter der Brücke tummelten sich zahlreiche Nilkrokodile.

Das angrenzende Kwa Madwala Private Game Reserve war unser Tagesziel. Dort unternahmen wir die nächste Safari. Der Fahrtwind fühlte sich an diesem heißen Tag zwar an wie ein Föhn, doch diese Pirschfahrt hatte auch einige Überraschungen zu bieten. Zunächst entdeckten wir eine Nashornherde an einer Wasserstelle. Der Guide schien zu wissen, was er tat, denn ohne zu zögern, näherte er sich der Mutter und ihren beiden Jungtieren bis auf wenige Meter und schaltete den Motor aus. Die Nashörner blieben ganz ruhig und auch die Vögel setzten die Beseitigung der Parasiten von ihrer Haut fort. Wenige Minuten später kreuzte eine große Elefantenherde unseren Weg. Ein junger Bulle hat sich dieser angeschlossen und demonstrierte uns eindrucksvoll, dass wir uns seiner Herde nicht weiter nähern sollen. Er löste sich aus der Gruppe, stürmte auf uns zu und entblößte seine Stoßzähne wenige Meter von unserem offenen Geländewagen, begleitet von einem lauten Trompeten. Als er wieder abdrehte, waren wir natürlich sehr erleichtert und guckten wieder aus den Sitzen hervor.

Auf einem Hügel inmitten dieses Reservats lag das Manyatta Rock Camp, wo wir den Weihnachtsabend verbrachten. Der Blick und das Essen waren hervorragend und wir hatten einen sehr schönen Abend zusammen bei immer noch über 30 Grad.

Am folgenden Tag durchquerten wir auf unserer Fahrt nach St. Lucia Swaziland und erreichten das Elephant Lake Hotel am frühen Nachmittag. Etwas erschöpft von den kurzen Nächten (die vergangen Tage hatten meist gegen 5 Uhr begonnen) und ereignisreichen Tagen, blieb dort dann genug Zeit, am Pool zu entspannen und etwas Schlaf nachzuholen.

Am fünften Tag dieser Rundreise unternahmen wir eine weitere Beobachtungsfahrt im Hluhluwe Umfolozi Park, wo es zahlreiche Wasserbüffel zu sehen gab, die wir zuvor kaum zu Gesicht bekommen hatten.

Darauf folgte eine Bootsfahrt im iSimangaliso Wetland Park, der ebenfalls bei St. Lucia liegt. Wir hörten irgendwann auf, die Krokodile und Flusspferde zu zählen. Einige tauchten ab und kurze Zeit später direkt am Boot wieder auf, sodass man sie beinahe anfassen konnte. Schließlich gelangten wir nach Durban. Dort war die geführte Rundreise zu Ende, bei der wir sehr viel gesehen und über Südafrikas Tierwelt und Geschichte erfahren hatten.

Durbans Strandpromenade und ein indisches Essen waren dann die Programmpunkte für den Abend des 26. Dezembers.

Sicherlich ein weiteres Highlight des Urlaubs stand uns nun bevor, denn die folgenden beiden Nächte verbrachten wir in der Oribi Gorge. Die Schlucht liegt im südlichen KwaZulu-Natal und gehört eindeutig zu den landschaftlichen Besonderheiten der Region. Der Umzilkulwana Fluss hat einst diese erstaunliche Schlucht in ein Felsplateau geschnitten und Pools sowie Wasserfälle gebildet. Zudem beherbergt das Oribi Gorge Nature Reserve zahlreiche Antilopenarten, Leguane und Adler.

Oribi_Gorge_Suspension_bridge

Auch unsere Unterkunft war mehr als eindrucksvoll. Die Appartements lagen direkt am Abhang und ließen somit auch aus dem Bett einen Blick in die Schlucht zu. Neben einer Mischung aus Sport und Entspannen am Pool mit einmaligem Panorama wollten wir uns auch die Zip Line nicht entgehen lassen. Die 17 Stahlseile sind quer über die Schlucht gespannt und haben eine Gesamtlänge von 4,5 Kilometern. Mit einem Beckengurt und einer Stahlrolle am Drahtseil befestigt legt man diese 17 Streckenabschnitte zurück und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 90km/h. Das längste Stahlseil hat eine Länge von 610 Metern und man blickt in 300 Meter Tiefe. Diese Verbindung aus Adrenalinkick und atemberaubender Aussicht machte das Zip Lining zu einem sehr besonderen Erlebnis.

Mit dem Mietwagen steuerten wir am 29. Dezember Mthatha an. Nachdem wir den Mietwagen dort abgegeben hatten, sammelte uns Tshawe, der Shuttlefahrer der Bulungula Lodge, am Flughafen ein. Für mich ging es also wieder in bekanntes Terrain, für meine Familie war es eine gänzlich neue Erfahrung und ich war sehr gespannt, was sie zu meiner neuen Heimat sagen würden.

Für meine Familie hatte ich zuvor eine der Rundhütten der Lodge reserviert. An Kuhdungboden und Reetdach mussten sie sich also auch gewöhnen. Das dauerte natürlich seine Zeit, gerade weil wir die Woche zuvor lediglich luxuriöse Lodges und ein ganz anderes Afrika gesehen hatten. Doch bereits am nächsten Tag liefen auch sie vermehrt barfuß herum und genossen es sehr, den ganzen Tag von Kindern umgeben zu sein. Ich konnte ihnen endlich den Bulungula Incubator und die Schule, an der wir unterrichten, zeigen. Die Schulferien verhinderten zwar, dass sie auch einen Einblick in den Sportunterricht bekamen, doch das Schulgelände ließ einen Eindruck zu, wie der Schulalltag hier vonstattengeht.

Es war schön, allen Bekannten meine Familie vorzustellen, das Interesse war sehr groß. Wir saßen mit unserer Nachbarsfamilie zusammen, spielten viel mit den Kindern der Umgebung, besorgten ein paar Dinge im Shop des Dorfes und jeder, dem wir begegneten, war glücklich, dass meine Familie diesen weiten Weg auf sich genommen hat.

Die Kanutour über den Xhora River mit anschließendem Besuch des „Pfannkuchenrestaurants“ (eine Rundhütte mit einem kleinen Gasherd, in der zwei junge Frauen des Dorfes Pfannkuchen in den verschiedensten Variationen zubereiten) war ein toller Ausflug. Ansonsten war genug Zeit für Surfen (mein Bruder kam richtig auf den Geschmack), Baden, Lesen und gemeinsames Kochen.

Den Silvesterabend verbrachten wir in unserer Hütte mit Spaghetti Bolognese, Kerzenlicht und Kartenspielen. Leider verflogen die Tage in Bulungula förmlich und am 03. Januar brachen wir mit dem Shuttle nach Mthatha auf. Dort stiegen wir in einen Mietwagen um und erreichten um 15 Uhr East London, von wo aus der Rückflug am nächsten Tag ging.

Nur 20 Minuten außerhalb East Londons liegt die Santa Paloma Guest Farm in einem kleinen Reservat. Von der Terrasse der ehemaligen Pferderanch aus hat man freie Sicht auf die Wasserstelle, die am frühen Abend von Zebras, Kühen, Springböcken und Antilopen aufgesucht wird.

Der Abschied am Flughafen war natürlich nicht leicht, doch der Urlaub ist eine wunderbare Erinnerung. Immer noch.

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